Die Region Sassari & die spektakuläre Korallenküste
Das macht das Reisen mit dem Wohnmobil so wunderbar flexibel und spannend. Pläne sind da, um spontan angepasst zu werden! Weil es uns am International Camping Valledoria so fantastisch gefallen hat, haben wir dort einfach verlängert und die Route kurzerhand angepasst. Der Weg ist das Ziel.
Über Sassari ging es für uns weiter Richtung Süden an die berühmte Riviera del Corallo (Korallenküste). Während sich Sassari bei einem kurzen Sightseeing-Stopp als nicht allzu attraktiv herausstellte – immerhin konnten wir Ersatzschläuche für unsere E-Bikes ergattern, die nach den ersten Kilometern schon mit Platten kämpften –, zieht Alghero sofort jeden in seinen Bann. Hier ragen steile Kalkfelsen ins tiefblaue Meer, und die Festungsmauern der Stadt erzählen von der jahrhundertelangen katalanisch-aragonesischen Geschichte.
2. Unser BaseCamp: Camping Laguna Blu in Alghero
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BaseCamp: Camping Laguna Blu (Sardinia Camping)
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Koordinaten: N 40˚ 36’ 18” / E 8˚ 17’ 48”
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Beschreibung: Sehr moderner, bestens ausgestatteter Campingplatz, direkt an einer Lagune und nahe dem Strand im Grünen gelegen. Ideal gelegen für Ausflüge mit den E-Bikes Richtung Alghero und Capo Caccia.
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Unsere Erfahrung vor Ort: Ein Glück, dass wir diesen Platz im Voraus reserviert haben! Obwohl wir uns mitten in der Nachsaison befinden, ist der Andrang enorm und der Campingplatz mehr als gut besucht. Die Lage war für unsere Vorhaben absolut perfekt.
3. Nennenswerte Sehenswürdigkeiten der Region
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Die Altstadt von Alghero & die mittelalterliche Stadtmauer: Alghero wird nicht umsonst „Barceloneta“ (kleines Barcelona) genannt. Die charmante Altstadt ist von mächtigen Basteien umgeben. Straßenschilder sind zweisprachig (Italienisch/Katalanisch) und in den kleinen Gassen reihen sich Boutiquen aneinander, die den berühmten roten Korallenschmuck der Region aber auch die neueste italienische Mode anbieten.
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Capo Caccia & die Neptungrotte (Grotta di Nettuno): Eine gigantische Kalksteinklippe am westlichen Ende des Golfs von Porto Conte. Die Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno erreicht man spektakulär über die Escala del Cabirol – eine direkt in die steile Felswand gehauene Treppe mit 654 Stufen.
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Wichtiger Tipp für Besucher: Obwohl Nachsaison ist, herrscht hier riesiger Andrang! Das Ticket für die Grotte muss zwingend vorab online gekauft werden. Für die Begehung der Treppe muss zudem ein fester Timeslot gebucht werden!
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4. Erkundungen abseits des BaseCamps
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Zwischenstopp & Sightseeing in Sassari:
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Beschreibung: Kurzer Stop-over auf dem Weg nach Alghero. Stadtrundgang zu Fuß. Achtung: Es ist nicht empfehlenswert mit dem Wohnmobil zu nahe an das Zentrum der Stadt heranzufahren, da sowohl die engen Gassen, als auch die italienische Fahrweise unnötigen Stress verursachen. Stichwort Stress: Das Wohnmobil steht für italienische Verhältnisse recht sicher in der Via Rockfeller (N 40˚ 42´46,8″ E 8˚ 33´26″). Der Grund dafür ist die angrenzende Polizeistation.
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Persönlicher Eindruck: Sassari hat uns ehrlich gesagt nicht wirklich überzeugt. Ein Gutes hatte der Stopp aber: Wir mussten einen Fahrradladen ansteuern, um Ersatzschläuche zu kaufen. Die ersten Dornen der sardischen Macchia haben unseren E-Bikes nämlich prompt die ersten Platten beschert!
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E-Bike-Küstentour vom Camping Laguna Blu nach Alghero:
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Beschreibung: Wunderschöne, flache E-Bike-Fahrt entlang der Radwege und der Strandpromenade direkt hinein ins historische Zentrum von Alghero. Eine Strandbar reiht sich an die nächste und überall ertönt „chillige“ Msuik die zum verweilen einlädt.
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Persönlicher Eindruck: Am 27. September 2026 fand der Internationale Halbmarathon mit über 1.400 Teilnehmern in Alghero statt. Auf unserer Radtour nach Alghero stießen wir direkt dazu und konnten die tolle Stimmung und den Flair des Wettkampfes miterleben. Nachdem wir uns durch die Massen an Zusehern durchgekämpft hatten, erreichten wir den Hafen. Wir versperrten die E-Bikes doppelt und dreifach und genossen die tolle Altstadt. Egal ob man entlang der Stadtmauer spaziert oder durch die zahlreichen malerischen Gassen flaniert, für uns war Alghero so beeindruckend, das wir es zweimal besuchten.
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E-Bike-Erlebnistour zum Capo Caccia & Neptungrotte:
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Beschreibung: Herausfordernde, aber landschaftlich atemberaubende E-Bike-Tour zur Klippe Capo Caccia. Abstieg über die 654 Stufen der Escala del Cabirol hinab ins Meer zur Höhle.
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Persönlicher Eindruck: Wir sind direkt vom Camping Laguna Blu mit den E-Bikes Richtung Capo Caccia geradelt, wobei die ersten fünf Kilometer entlang eines gut ausgebauten Radweges führten. Der Rest der 20 km Strecke führt zwar über die SS 127 und die SP 55, aber die Fahrt war landschaftlich eindrucksvoll und verkehrstechnisch ruhig. Für Ende September, war am Eingang zur Grotte ganz schön viel los. Daher machte es Sinn, dass sowohl für die Treppe (654 Stufen) als auch für die Grotte vorab ein Timeslot reserviert wird. Ohne diese beiden Tickets, gibt es auch keinen Zugang.
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Was uns ganz gut gefallen hat, war, dass jenen Personen, die es offensichtlich nicht realisiert haben, dass sie sich in eine Höhle begeben, der Zugang mit den Flip Flops trotz gültigen Ticket verweigert wurde. Zusätzlich zu jenen Besuchern, die die Treppe benutzten, kommen noch jene hinzu, die mit dem Ausflugboot den Eingang der Tropfsteinhöhle ansteuern. Somit war die Höhle durchaus gut besucht, was aber die Eindrücke in keiner Weise schmälerte. Im Gegenteil, nachdem sehr viele die Treppe nur abwärts benutzten und für den Retourweg in die Boote stiegen, war für uns der Aufstieg noch viel entspannter und wir konnten schönere Bilder – ganz ohne Influencer – machen.
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Kennt ihr das Geheimnis der „Vier Mauren"?
Die spanische Legende (Schlacht von Alcoraz)
Die am weitesten verbreitete Version führt den Ursprung auf das Jahr 1096 zurück. In einer Schlacht der christlichen Reconquista in Spanien soll der Heilige Georg erschienen sein und den Sieg über die Mauren herbeigeführt haben. Die vier Köpfe symbolisieren die besiegten maurischen Könige. Über die Krone von Aragonien gelangte das Wappen im 14. Jahrhundert schließlich nach Sardinien.
Die sardische Interpretation (Die 4 Judikate)
Viele Einheimische bevorzugen eine stolze, eigene Erklärung. Für sie stehen die vier Köpfe für die vier historischen Judikate (unabhängige Königreiche) Sardiniens: Cagliari, Arborea, Torres und Gallura. Diese verteidigten die Insel im Mittelalter gemeinsam gegen arabische Piratenangriffe.
Augenbinde oder Stirnband? Die große Veränderung
Lange Zeit trugen die Mauren auf der Flagge eine Augenbinde und blickten nach links – ein historischer Protest gegen die Fremdherrschaft der Savoyer. Seit einer offiziellen Gesetzesänderung im Jahr 1999 wurde die Flagge jedoch korrigiert: Heute blicken die vier Mauren nach rechts und tragen das weiße Band stolz als Stirnband – als Symbol für Freiheit, Offenheit und die starke sardische Identität.
Unser Highlight der Woche
Bei einer Reise mit dem Wohnmobil rund um Sardinien, ist es eine wahre Herausforderung das wöchentliche Highlight zu bestimmen. Es gibt derartig viele schöne Plätze und man gewinnt ungewöhnlich viel Eindrücke, sodass es schwierig ist, den einen Höhepunkt zu bestimmen.
Diese Woche sind es zwei Orte die bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zum Einen ist es Alghero selbst. Diese Stadt an der Nordwestküste, die von einer beachtlichen Stadtmauer umgeben ist, sticht vor allem durch die Altstadt, mit den vielen schmalen verwinkelten Gassen hervor. Unabhängig ob Gastronomie, Kunst, Mode oder Souvenirs, selbst in der Nachsaison begegnet man dort noch immer freundlichen Menschen.
Zum Anderen ist es die Grotte di Nettuno, die für uns ein besonderes Erlebnis darstellte. Nicht nur die Tropfsteinhöhle selbst, sondern auch der Ab- und Aufstieg (654 Treppen) waren ein besonderer Moment in dieser 2. Reisewoche.
Eindrücke
Unser Fazit der Woche
Flexibilität schlägt starre Pläne: Zwischen katalanischem Charme in Alghero, 654 Felsstufen am Capo Caccia und spontanen Routenänderungen war Woche 2 ein voller Erfolg!“
Unsere zweite Reisewoche mit „Peppo“ hat einmal mehr bewiesen, wie genial das Wohnmobil-Leben ist. Da es uns in Valledoria so gut gefiel, haben wir kurzentschlossen verlängert und Stintino links liegen gelassen. Der Weg ist eben das Ziel!
Trotz der praktischen Parkmöglichkeit bei der Polizei in Sassari konnte uns die Stadt nicht wirklich erwärmen – abgesehen vom Retter in der Not: dem Fahrradladen für neue E-Bike-Schläuche. Dafür hat uns Alghero umso mehr verzaubert. Das katalanische Flair, die stimmungsvollen Basteien, die chillige Live-Kulisse an den Strandbars und der unverhoffte Abstecher zum Internationalen Halbmarathon haben die Stadt zu einem echten Herzensort gemacht.
Das absolute Natur-Spektakel lieferte das Capo Caccia mit der Grotta di Nettuno. Der E-Bike-Ausflug zur Klippe und der Ab- wie Aufstieg über die 654 Stufen der Escala del Cabirol gehörten zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der bisherigen Tour. Unbedingt zu empfehlen: Die Kombi aus Online-Tickets, festen Timeslots und festem Schuhwerk – die entspannte Treppen-Belohnung ohne Influencer-Gedränge spricht für sich!
Auch mit unserem Camping Laguna Blu hatten wir dank Vorab-Reservierung den perfekten Treffer gelandet, denn die Nachsaison auf Sardinien zeigt sich nach wie vor erstaunlich gut besucht.
Wir packen zusammen und freuen uns schon auf die nächste Etappe.
Wie geht es weiter?
Wir verlassen Alghero und werden entlang der Panoramstraße (SP 105 und SP 49) Richtung Bosa fahren, wo wir einen Zwischenstopp für eine Sightseeingtour einlegen. Es geht aber am selben Tag weiter Richtung Oristano.
Leistungsübersicht
Insgesamt gefahrene Kilometer: 957 km
Valledoria – Sassari – Alghero: 95 km
Treibstoff
Im Schnitt liegt der Preis auf Sardinien bei € 2,345 für den Liter Diesel
Campingplätze
Camping Laguna Blu: € 182,00 all inclusive
Ticketpreise
Grotta di Nettuno: € 36,00 für 2 Personen
































Hallo lieber Othmar,
vielen Dank für den imposanten Reisebericht.
Ich bin begeistert von den tollen Fotos und kann es schon gar nicht mehr erwarten wann es endlich bei mir losgeht.
Allerbeste Grüße aus Bosnien
und Alles Gute wünscht
Franz
Hallo Franz, vielen Dank für Deine Rückmeldung. Sardinien ist wirklich eine Reise wert. Einen AuslE und komm wieder gesund nach Hause. LG Othmar
wunderschöne Bilder super Beschreibung weiterhin gute Reise LG
Lieber Arthur, wie immer vielen Dank für Dein Interesse und Deine Rückmeldung. LG Manuela&Othmar
Schon wieder ein toller Bericht und tolle Fotos, danke.LG Doris und Werner
Danke liebe Doris und lieber Werner!
Tolle Eindrücke, man sieht ihre habt viel Freude und Spaß 🔆💖. Wünschen euch noch spannende Zeiten 🤞 😚
Danke Hansi, ja, wir genießen die Reise und ichdenke, da kommen noch viele tolle Eindrücke hinzu. LG Manuela&Othmar