Vier Wochen „on tour“
Von der Nordsee-Idylle ins grüne Münsterland
Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht: Seit nunmehr vier Wochen sind wir mit unserem Wohnmobil „Peppo“ unterwegs! Hinter uns liegen wunderschöne Wochen in den Niederlanden, die wir mit einem Blick zurück aus Hoorn verlassen haben. Mit den „Eisheiligen“ im Gepäck führte uns der Weg über die absolut beeindruckende N307 – eine faszinierende Verbindung mitten durchs Wasser – über Lelystad direkt nach Deutschland.
Die niederländische Straße N307 verläuft über den 27 Kilometer langen Houtribdeich (Houtribdijk). Auf diesem Abschnitt trennt sie das offene IJsselmeer im Osten vom Markermeer im Westen.
Unser nächstes Ziel
Münster! Auf dem dortigen Campingplatz hatten wir unser Basislager für die nächsten zwei Tage aufgeschlagen. Und auch wenn das Wetter in den letzten Tagen leider alles andere als frühlingshaft war – unsere Stimmung und die Lust auf neue Entdeckungen liesen wir uns davon nicht vermiesen!
Münster
Tag 1: Mit den E-Bikes, historische Kulissen und ein Hauch von Prominenz aus dem Fernsehen
Nach der Fahrt über die Grenze empfing uns Münster zwar mit einer geschlossenen Wolkendecke, aber dafür mit umso mehr Herzlichkeit. Das Einchecken auf dem Campingplatz Münster (N51˚ 56´47“ E7˚ 41´28“) lief wie am Schnürchen: Alles top organisiert, super sauber und die Begrüßung freundlich.
Sobald unser Peppo auf seinem Platz stand und alles eingerichtet war, hielt uns – wie so oft auf unseren Reisen – nichts mehr auf den Sitzen. Ein kurzer Blick auf die Wetter-App, ein rascher Entschluss: Die E-Bikes wurden startklar gemacht! Münster gilt nicht umsonst als die Fahrradhauptstadt Deutschlands, und das merkten wir sofort. Über ein fantastisch ausgebautes und sicheres Radnetz rollten wir völlig entspannt und ruckzuck direkt hinein ins Herz der Stadt.
Zu Fuß durch die Krimi-Kulisse und das historische Zentrum
Am Fuße des gewaltigen St.-Paulus-Doms stellten wir unsere Räder ab und versperrten diese sorgfältig. Denn selbst in der Krimi-Hauptstadt werden die Fahrräder oft gefunden, bevor sie jemand wirklich verloren hat. Spätestens jetzt fällt uns ein: Wir bewegen uns hier auf geschichtsträchtigem, aber auch auf hochkarätigem TV-Pflaster! Münster ist schließlich bundesweit als Kulisse für die legendären Tatort-Ermittler Thiel und Boerne bekannt. Wenn man durch die Straßen geht, hält man automatisch ein wenig Ausschau nach den bekannten Drehorten.
Der Dom selbst war der perfekte Ausgangspunkt für unseren Stadtrundgang. Dieses beeindruckende Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert verbindet Romanik und Gotik und beherbergt im Inneren eine berühmte astronomische Uhr – ein absolutes Meisterwerk der Spätrenaissance.
Nur ein paar Schritte weiter standen wir auf dem Prinzipalmarkt. Das ist Münsters glanzvolle „gute Stube“: Ein prächtiger Straßenzug mit charakteristischen Giebelhäusern und eleganten Bogengängen, unter denen man selbst bei Schmuddelwetter trocken flanieren kann. Hier befindet sich auch das historische Rathaus mit dem Friedenssaal, in dem 1648 der Westfälische Friede mitunterzeichnet wurde.
Ganz in der Nähe der Überwasserkirche wartete dann ein echtes Highlight für uns Krimifans: Das Antiquariat Solder. Im Fernsehen ist das die Wirkungsstätte von Georg Wilsberg aus der gleichnamigen ZDF-Krimiserie Wilsberg. Es war absolut genial, dieses urige, weithin bekannte Antiquariat einmal im Original parat zu haben – ein absolutes Muss, wenn man in Münster unterwegs ist!
Nicht weit entfernt ragt außerdem der Turm der St.-Lamberti-Kirche empor. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man dort drei eiserne Körbe aus der Zeit der Wiedertäufer im 16. Jahrhundert. Heute ist die Kirche außerdem dafür bekannt, dass hier die einzige Türmerin Deutschlands allabendlich ihr Horn bläst.
Ein majestätischer Rückweg: Schloss & Botanischer Garten
Nachdem wir die Altstadt zu Fuß erkundet hatten, schwangen wir uns wieder auf die Sättel für den Rückweg. Doch ein weiteres Highlight liesen wir uns nicht entgehen: Das Fürstbischöfliche Schloss Münster. Der imposante Barockbau mit seiner wunderschönen Fassade aus rotem Backstein und hellem Sandstein dient heute als Hauptgebäude der Universität und ist ein echter Blickfang.
Direkt hinter dem Schloss wartete eine grüne Oase auf uns: Der Botanische Garten. Obwohl das Wetter eher herbstlich anmutet, ist der Spaziergang durch die über 200 Jahre alte Anlage ein Traum. Zwischen weitläufigen Freianlagen und tropischen Gewächshäusern vergisst man glatt, dass man sich mitten in einer Großstadt befindet. Eine wunderbare Ruhe und der perfekte, naturverbundene Abschluss für unseren ersten Tag.
Münster Tag 2
Regenpausen-Timing, kreative Viertel und Kultur am Wasser
Wer mit dem Wohnmobil reist, weiß: Flexibilität ist alles! Der zweite Tag in Münster begann genau so, wie der erste aufgehört hatte – mit einer dicken Regenfront. Aber zum Glück haben wir mit unserem „Peppo“ ein besonders gemütliches Zuhause auf Rädern. Also machten wir es uns erst einmal gemütlich, tranken gemütlich Kaffee und beobachteten das Treiben durch die Fensterscheiben.
Unser Blick wanderte dabei immer wieder auf die WetterApp von WetterOnline. Und siehe da: Die Vorhersage war absolut zuverlässig! Am Nachmittag verzog sich der Dauerregen und machte ein wenig Platz für ein trockenes Zeitfenster. Nichts wie los! Die E-Bikes standen ja schon bereit, und da wir gestern das historische Zentrum erkundet hatten, nahmen wir uns heute die spannenden äußeren Bezirke Münsters vor.
Zwischen Kunst, Industrie-Charme und Hafen-Flair
Unser erster Weg führte uns zur Kunsthalle Münster. Sie liegt in einem umgebauten Speichergebäude im Hafen und zeigt regelmäßig spannende, zeitgenössische Kunst. Allein die Architektur des alten Speichers ist den Abstecher wert.
Gleich nebenan tauchten wir in den Kreativkai ein, das hippe Hafenviertel von Münster. Wo früher Waren umgeschlagen wurden, findet man heute eine gelungene Mischung aus alten Speicherhäusern und moderner Architektur. Hier reihen sich schicke Cafés, Restaurants und Ateliers aneinander – ein Viertel mit ganz besonderem, maritimem Charme.
Nur einen Katzensprung entfernt liegt der Hawerkamp. Dieses ehemalige Industriegelände ist heute das Epizentrum für Münsters Subkultur. Mit seinen bunten Graffiti-Wänden, Künstlerateliers und alternativen Clubs verströmt das Areal einen herrlich rauen, kreativen Kontrast zum sonst so schicken Münster.
Natur, Tradition und Tierwelt am Aasee
Weiter ging es im Sattel in Richtung Südwesten, wo wir das Freilichtmuseum Mühlenhof ansteuerten. Direkt am schönen Aasee gelegen, fühlt man sich hier wie in eine andere Zeit versetzt. Gut 30 historische Gebäude aus dem ländlichen Westfalen – darunter eine beeindruckende Bockwindmühle, alte Bauernhäuser und eine Dorfschule – zeigen hautnah, wie die Menschen hier früher gelebt und gearbeitet haben.
Gleich in der Nachbarschaft befindet sich der berühmte Allwetterzoo Münster. Seinen Namen trägt er völlig zurecht, denn dank der vielen überdachten „Allwettergänge“ kann man die Tiere hier selbst bei echtem Schmuddelwetter trocken beobachten. Ein besonderes Highlight auf dem Gelände ist das Westfälische Pferdemuseum, das sich ganz der Kulturgeschichte des Pferdes in Westfalen widmet – schließlich ist die Region weltbekannt für ihre Pferdezucht.
Ein unglaublicher Zufall in der Von-Steuben-Straße
Auf dem Weg vom Aasee zurück Richtung Innenstadt und Kreuzviertel führte uns unsere Route plötzlich durch die Von-Steuben-Straße. Ich traute meinen Augen kaum und musste unwillkürlich schmunzeln – was für ein absolut genialer Zufall! Für die meisten Menschen ist es nur ein Straßenname, aber für mich schlägt hier die Brücke zu meiner ganz persönlichen Geschichte.
Als ehemaliger Berufsunteroffizier und langjähriger Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft ist mir der Namensgeber, General Friedrich Wilhelm von Steuben (1730–1794), natürlich ein Begriff. Er war es nämlich, der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg die US-Streitkräfte reformierte. Sein berühmtes Regelwerk von 1779, die „Regulations for the Order and Discipline of the Troops of the United States“ (besser bekannt als das legendäre „Blue Book“), gilt als die Geburtsstunde des amerikanischen Unteroffizierskorps. Von Steuben schrieb darin zum ersten Mal überhaupt die spezifischen Aufgaben und Pflichten der Unteroffiziere fest und machte sie zu dem, was sie bis heute weltweit sind: das unverzichtbare Rückgrat jeder modernen Armee.
Dass ich hier, auf unserer Frühjahrstour 2026 im Münsterland, rein zufällig an genau dieser Straße vorbeiradle, zeigt mal wieder: Die besten Geschichten schreibt der Zufall – und das Reisen!
Prachtbauten im Kreuzviertel
Bevor wir den Rückweg antraten, machten wir noch einen Schlenker durch das beeindruckende Kreuzviertel. Dieses Wohnquartier ist berühmt für seine wunderschönen, historischen Altbauten aus der Jahrhundertwende. Mit den reich verzierten Fassaden, den kopfsteingepflasterten Straßen und den gemütlichen Eckkneipen hat das Viertel eine unglaublich charmante, fast schon Pariser Atmosphäre.
Durch das uns nun schon vertraute Stadtzentrum radeln wir schließlich zurück zum Campingplatz Münster. Trotz des wechselhaften Wetters haben wir heute noch einmal eine ganz andere, unglaublich vielseitige Seite dieser Stadt kennengelernt!
Unser Fazit
Zwei Tage Münster – Regenfest und absolut lohnenswert!
Münster, du hast uns trotz „Schmuddelwetter“ voll und ganz verzaubert! Unsere zwei Tage im Basislager haben uns gezeigt, dass diese Stadt weit mehr zu bieten hat als das Klischee von der reinen Studenten- und Fahrradstadt.
Münster schafft einen Spagat, den man selten findet: Auf der einen Seite die ehrwürdige Geschichte rund um den Prinzipalmarkt und die bekannten Krimi-Kulissen von Wilsberg und Tatort. Auf der anderen Seite die pulsierende Moderne am Hafen, die raue Kreativität am Hawerkamp und die idyllische Natur im Botanischen Garten und am Aasee.
Dank des hervorragend ausgebauten Radnetzes konnten wir trotz der Regenwolken extrem flexibel und schnell alles erkunden. Am Ende nehmen wir wunderschöne Eindrücke mit, die uns für immer in Erinnerung bleiben werden. Münster war ein echtes Highlight auf unserer Frühjahrstour 2026 – und jetzt sind wir gespannt, was uns am nächsten Ziel – Koblenz – erwartet!
Koblenz
Hagel-Flucht, die teuerste Dusche der Reise und Kultur am Deutschen Eck
Bevor wir Münster verlassen konnten, hieß es erst einmal: Luft anhalten. Ein heftiger Hagelsturm fegte über uns hinweg und prasselte bedrohlich auf unser Dach. Zum Glück hat unser „Peppo“ alles unbeschadet überstanden, und so konnten wir die Fahrt Richtung Süden antreten.
Unser Ziel
Koblenz
Die Fahrt verlief problemlos, und wir erreichten unser neues Base-Camp: den Campingplatz Gülser Moselbogen (N50˚ 19´54“ E7˚ 33´12“).
Die Anlage ist wirklich wunderschön, absolut sauber und liegt direkt an der Mosel. Der angrenzende Radweg führte quasi direkt an unserer Wohnmobiltür vorbei. Preislich ist der Platz eigentlich fair, aber aufgepasst: Einige Zusatzleistungen schlagen hier extra zu Buche. Zwar ist der Strom im Preis inbegriffen, für das Duschen werden jedoch sportliche 1,60 € pro Duschgang fällig. Damit verbuchen wir hier nach fünf Wochen Reisezeit den kostenintensivsten Duschgang der gesamten Tour!
Überhaupt fällt uns auf, dass immer mehr Campingplätze das Duschen extra berechnen. Klar, Wasser ist eine kostbare Ressource, mit der man schonend umgehen muss. Besonders auf Plätzen, wo das Duschen inklusive ist, sieht man leider oft genug, wie manche Menschen das Wasser ewig ungenutzt rinnen lassen. Eine verbrauchsabhängige Abrechnung schärft da das Bewusstsein – auch wenn 1,60 € natürlich ein stolzer Wortlaut sind.
Mit den E-Bikes zum Deutschen Eck
Unser erstes großes Sightseeing-Ziel ist ein echter Postkarten-Klassiker: das Deutsche Eck. Hier, wo die Mosel in den Rhein mündet, ragt das monumentale, 37 Meter hohe Reiterstandbild des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. empor. Es ist ein erhabener Ort, an dem man wunderbar das Zusammenspiel der beiden mächtigen Flüsse beobachten kann.
Per Schwebebahn hoch zur Festung Ehrenbreitstein
Direkt am Rheinufer wartete das nächste Highlight auf uns. Wir lösten ein Kombiticket und stiegen in die Schwebebahn Koblenz. Die Fahrt im Panoramawagen führte uns hoch über den Rhein und bot schon während der Auffahrt einen atemberaubenden Blick auf das Flusstal.
Oben angekommen, betraten wir die Festung Ehrenbreitstein. Sie ist die zweitgrößte erhaltene Festungsanlage Europas und blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Mit unserem Ticket bewaffnet, ist ein ausgedehnter Rundgang durch die mächtigen Festungsmauern, Gräben und Ausstellungen natürlich ein absolutes Muss. Man fühlt sich in den riesigen Anlagen fast ein wenig winzig. Bevor wir die Festung wieder verließen, wagten wir noch den Schritt auf die spektakuläre Aussichtsplattform „Rhein-Mosel-Blick“. Von hier oben liegt einem Koblenz regelrecht zu Füßen – ein fantastisches Fotomotiv!
Zu Fuß durch die historische Altstadt
Wieder im Tal angekommen, wechselten wir vom Sattel in die Fußgänger-Perspektive und erkundeten die Koblenzer Altstadt. Die Stadt gehört zu den ältesten Deutschlands, und das spürt man beim Schlendern durch die gemütlichen, verwinkelten Gassen.
Wir kamen vorbei an der Basilika St. Kastor, der ältesten Kirche der Stadt, die direkt hinter dem Deutschen Eck liegt und eine wichtige Rolle in der europäischen Geschichte spielte. Beim Spaziergang durch die Fußgängerzone entdeckten wir außerdem den charmanten Schängelbrunnen am Rathaus – ein Denkmal für die Koblenzer Lausbuben („Schängel“), das in regelmäßigen Abständen eine kleine Wasserfontäne in Richtung der unbedarften Passanten spuckt. Auch das kurfürstliche Schloss (zurzeit im Renovierungsmodus) mit seiner eleganten Gartenanlage am Rheinufer liesen wir uns bei unserem Rundgang natürlich nicht entgehen.
Unser Fazit
Ein historischer Stopp mit Wow-Effekt
Koblenz hat uns auf unserer Frühjahrstour 2026 begeistert! Die Stadt versteht es perfekt, ihre lange Geschichte modern und erlebbar zu verpacken. Die Kombination aus der entspannten Fahrt entlang der Mosel, der spektakulären Seilbahnfahrt über den Rhein und dem tiefen Eintauchen in die Geschichte der Festung Ehrenbreitstein war einfach genial. Koblenz bietet die perfekte Mischung aus Natur, Aktivurlaub und Kultur. Auch wenn die Dusche auf dem Campingplatz die Urlaubskasse strapazierte – die traumhaften Eindrücke am Zusammenfluss von Rhein und Mosel wiegen das dreifach wieder auf. Koblenz, war einen Zwischenstopp wert!
Baden-Baden
Eleganz trifft Schwarzwald-Idylle
Baden-Baden ist weit mehr als nur eine Stadt – sie ist ein Synonym für Eleganz, Entspannung und erstklassige Kultur. Als „Sommerhauptstadt Europas“ des 19. Jahrhunderts versprüht sie noch heute einen luxuriösen Charme.
Zwischen Stau-Slalom, mondänem Kur-Flair und Reise-Rückblick
Nach dem Schmuddelwetter der letzten Tage verabschiedete uns Koblenz am Morgen mit strahlendem Sonnenschein.
Unser Ziel
Baden-Baden! Die Fahrt dorthin erwies sich allerdings als echte Geduldsprobe. Unzählige Baustellen verwandeln die Autobahn in eine zähe Angelegenheit und bringen den Verkehr immer wieder komplett zum Stehen. Zum Glück leistete unser Navigationssystem im „Peppo“ ganze Arbeit. Dank rechtzeitiger Warnungen verliesen wir die Staustrecken und konnten auf die Landstraßen ausweichen.
Unser Motto
„Lieber gemütlich rollen und etwas von der Landschaft sehen, als stundenlang im Stau zu stehen“
Am frühen Nachmittag erreichten wir den Wohnmobilstellplatz in Baden-Baden. Er liegt zwar rund 5 Kilometer außerhalb des Zentrums, ist aber für ein großes Reisemobil ideal. Wir fackelten nicht lange, sattelten die E-Bikes und rollten bei herrlicher Frühlingssonne direkt hinein in die weltberühmte Kurstadt.
Zu Fuß durch das mondäne UNESCO-Welterbe
Am Kurhaus stellten wir die Räder ab und wechselten in den Fußgängermodus. Bewaffnet mit einem Stadtplan starteten wir unseren Rundgang durch diese unglaublich schmucke, elegante Stadt. Das Kurhaus mit dem weltberühmten Casino – das schon Marlene Dietrich als das schönste Casino der Welt bezeichnete – versprüht sofort den royalen Glanz des 19. Jahrhunderts. Gleich nebenan besichtigten wir das wunderschöne, neobarocke Theater und die historische Trinkhalle (Trinkbrunnen) mit ihren beeindruckenden Korridoren und Wandgemälden.
Danach ziehte es uns ins Grüne: Wir flanierten ein Stück entlang der Lichtentaler Allee. Diese prachtvolle Parkanlage zieht sich direkt an der Oos entlang und blüht im Frühling in den schönsten Farben. Ein echter Traum für das Auge!
Über die lebendige, schicke Fußgängerzone mit ihren zahlreichen eleganten Shops und einladenden Lokalitäten spazierten wir hinauf in die historische Altstadt. Vorbei am imposanten Rathaus ging es zum Marktplatz und zur geschichtsträchtigen Stiftskirche mit ihrem markanten Turm. Direkt dahinter tauchten wir ins berühmte Bäderviertel ein: Hier trifft die römisch-irische Tradition des prunkvollen Friedrichsbads auf die moderne Wellness-Oase der Caracalla Therme. Überall spürt man, warum Baden-Baden den Titel „Great Spa Town of Europe“ trägt.
Funfact
Warum eigentlich „Baden-Baden“? Der doppelte Name diente historisch dazu, die Stadt in der Markgrafschaft Baden von Baden in der Schweiz oder Baden bei Wien abzugrenzen.
Sonne und Seelenbaumeln im Freizeitcenter Oberrhein
Nach diesem tollen Stadtspaziergang radelten wir zurück zum Stellplatz und fuhren die letzten Kilometer zu unserem eigentlichen Base-Camp: dem Freizeitcenter Oberrhein (N48˚ 46’ 20” E8˚ 2’ 21”) in Rheinmünster. Und was soll ich sagen? Diese Anlage ist absolut bemerkenswert und lässt wirklich keinerlei Wünsche offen. Sie liegt aber auch preislich im oberen Preissegment.
Weil nun endlich das Kaiserwetter dauerhaft Einzug gehalten hat und die Temperaturen spürbar stiegen, legten wir hier einen absoluten Ruhetag ein. Kein Wecker, kein Fahrplan. Wir genossen das tolle Ambiente am Platz, saßen in der Sonne vor unserem „Peppo“ und liesen die vergangenen fünf Wochen Revue passieren. Was haben wir nicht alles erlebt! Von der rauen Schönheit der Nordsee über die idyllischen Grachten der Niederlande bis hin zu den geschichtsträchtigen Städten Münster und Koblenz. Es sind genau diese gesammelten Eindrücke, die uns niemand mehr nehmen kann – und die wir so gerne für euch auf www.peppoontour.com dokumentiert haben.
Unser Fazit & Blick nach vorne
Das Finale der Frühjahrstour 2026
Baden-Baden und der Oberrhein waren der perfekte Abschluss für unseren Deutschland-Stopp. Die Eleganz der Kurstadt und die anschließende Ruhe am Wasser hatten uns noch einmal richtig Kraft tanken lassen.
Am nächsten Morgen hieß es: Abschied nehmen von Deutschland! Wir brachen auf Richtung Schweiz. Unser nächstes Ziel war Reinach im Aargau, wo wir aktuell Manuelas Schwester besuchen und ein paar schöne gemeinsame Stunden verbringen werden. Von dort aus geht es über Hall in Tirol endgültig wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt nach Graz.
Wir beenden diese intensive, wunderschöne Fünf-Wochen-Tour mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Wir haben unendlich viele tolle Momente im Gepäck und freuen uns jetzt auch wieder auf unser Zuhause. Doch wer uns kennt, weiß: Nach der Tour ist vor der Tour! Sobald unser treuer „Peppo“ daheim eine wohlverdiente, gründliche Pflege bekommen hat, stehen die Räder sicher nicht lange still.
Wohin uns die nächsten Kurztrips führen und wie lange wir dann unterwegs sein werden, erfahrt ihr schon ganz bald unter www.peppoontour.com/Kurztrips. Schön, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet habt!
Wie geht es weiter bei Peppo on Tour?
Wie schon erwähnt schließen wir mit dem privaten Besuch in der Schweiz unsere Frühjahrstour 2026 ab. Aber nicht ohne einer Zusammenfassung. Nach unserer Rückkehr werden wir unsere Erfahrungen, aber auch unsere Ausgaben und Leistungen kurz und kompakt zusammenfassen. Für uns ist es nur eine Bilanz, aber vielleicht ist es für euch eine Richtungsschnur für ähnliche Reisen. Mehr dazu findet ihr dann wie gewohnt unter www.peppoontour.com
Leistungsübersicht
Gefahrene Kilometer
Von Hoorn nach Münster: 245 km
Von Münster nach Koblenz: 230 km
Von Koblenz nach Baden-Baden: 272 km
Gesamt bisher: 2.764 km
Camping- bzw. Stellplätze und deren Preise
Campingplatz Münster: € 82,75 inkl. Strom für 2 Nächte
Camping Gülser Moselbogen: € 78,80 für 2 Nächte
Camping Freizeitcenterpark Oberrhein: € 94,90 inkl. Strom und Wäscheservice für 2 Nächte
Eintrittspreise – Museen etc.
- Kombiticket Festung Ehrenbreitstein: € 41,40 für zwei Personen
Treibstoffpreise
Deutschland: € 1.89
















































Super Info und tolle Bilder wünsche Euch gut Reise LG