Mit dem Wohnmobil in den Frühling

Unsere Tulpen-Tour durch Holland 2026

Noch immer beeindruckt von Südholland setzten wir unsere Frühjahrstour 2026 rechtzeitig fort. Die Zeit drängt ein wenig, denn die Tulpenblüte neigt sich dem Ende zu und das berühmte Tulpenparadies Keukenhof schloß am 10. Mai 2026 seine Pforten. Begleitet uns auf unserem Weg durch das farbenfrohe Herz der Niederlande!

Base-Camp #3

Camping De Wulp (Noordwijk)

Unser dritter Stopp führt uns zum Camping De Wulp (N52˚ 16′ 26“ E4˚ 28′ 39′).

  • Lage: Familienfreundlich, autofrei und perfekt gelegen zwischen den Dünen und den Tulpenfeldern der Bollenstreek.
  • Highlights: Nur 1,5 km vom Strand entfernt, gepflegte Rasenflächen und eine himmlische Ruhe.
  • Ideal für: Radfahrer und E-Bike-Enthusiasten.

Der Keukenhof

Ein Meer aus Millionen Blüten

Der Keukenhof, oft als „Garten Europas“ bezeichnet, ist das Highlight jeder Wohnmobil Tour durch Südholland. Rund um Lisse verwandelt sich die Landschaft in ein spektakuläres Blütenmeer.

Der Park auf einen Blick

  • Blütenpracht: 7 Millionen Blumenzwiebeln und über 800 Tulpensorten.
  • Gestaltung: 15 km Wanderwege, malerische Teiche und prachtvolle Pavillons.

Mit dem E-Bike zum Keukenhof

Vom Camping De Wulp aus starteten wir eine traumhafte Tagestour. Die Route führte mitten durch die kommerziellen Blumenfelder des Bollenstreek – ein Paradies für Fotografen. Obwohl schon viele Tulpenfelder abgeblüht sind, war die Radtour landschaftlich sehr ansprechend.

Highlights Keukenhof

  • Die historische Windmühle (1892): Bietet einen fantastischen Panoramablick.
  • Themen-Pavillons: Bewundert die Orchideen im Beatrix-Pavillon oder die Tulpenvielfalt im Willem-Alexander-Pavillon.
  • Flüsterboote: Eine lautlose Rundfahrt durch die Kanäle direkt an den Feldern.

Tipp in der Umgebung

Schloss Keukenhof

…ist ein charmantes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, das im Schatten des berühmten Blumenparks liegt und durch seine historische Einrichtung sowie die weitläufigen Parkanlagen besticht. Während der Garten nebenan für seine kurzlebige Tulpenpracht bekannt ist, repräsentiert das Schloss das ganze Jahr über das kulturelle Erbe und die Beständigkeit der Region.

Besucht auch das Museum „De Zwarte Tulp“ in Lisse, um mehr über die faszinierende Geschichte der Tulpenmanie zu erfahren.

Zusammengefasst

Der Keukenhof in Lisse begeistert als „Garten Europas“ mit einer spektakulären Vielfalt aus 7 Millionen Blumenzwiebeln und ist ein ideales Ziel für Wohnmobilisten und Radfahrer. Neben Highlights wie der historischen Windmühle und prachtvollen Pavillons bietet die Umgebung mit dem Schloss Keukenhof und dem Museum „De Zwarte Tulp“ spannende Einblicke in das kulturelle Erbe der Region.

Mit dem E-Bike nach Haarlem

Ausgehend von unserem Base-Camp fuhren wir entlang eines hervorragend ausgebauten und markierten Radwegenetzes nach Haarlem.

Haarlem wird oft als die entspannte, charmante „kleine Schwester“ von Amsterdam bezeichnet und besticht durch eine malerische Mischung aus Geschichte und Lebensqualität.

Das Herz von Haarlem

Haarlem ist eine Stadt der „Hofjes“ (versteckte Innenhöfe) und Kopfsteinpflastergassen, die eine fast dörfliche Gemütlichkeit ausstrahlt. Das Stadtbild wird geprägt vom monumentalen Grote Markt und der beeindruckenden St.-Bavo-Kirche, deren Silhouette über den Giebelhäusern thront.

Wochenmarkt am Grote Markt

 besticht durch seine spektakuläre Kulisse am Fuße der St.-Bavo-Kirche und gilt als einer der stimmungsvollsten Märkte der Niederlande. Er vereint eine enorme Vielfalt an frischen regionalen Spezialitäten wie Käse und Fisch mit einer lebendigen, historischen Atmosphäre, die das Herz der Stadt zum Leben erweckt.

Amsterdamse Poort

ist das letzte erhaltene Stadttor Haarlems und dient heute als markantes historisches Wahrzeichen, das den ehemaligen östlichen Zugang zur Stadt markiert. Es gilt als eines der besterhaltenen Beispiele niederländischer Verteidigungsarchitektur aus dem 14. Jahrhundert und erinnert an die Zeit, als die Stadt noch vollständig von Mauern und Gräben geschützt war.

Kultur und Atmosphäre

Als Stadt der Kunst beherbergt sie mit dem Frans Hals Museum und dem Teylers Museum (dem ältesten Museum der Niederlande) echte Kulturschätze. Der besondere Charme liegt jedoch im Alltäglichen: In den sogenannten „Gouden Straatjes“ (Goldenen Straßen) finden sich erstklassige Boutiquen und Cafés, während die Windmühle „De Adriaan“ am Ufer der Spaarne das perfekte Postkartenmotiv liefert.

De Koepel

Das ehemalige Gefängnis in Haarlem ist die Koepelgevangenis (oft einfach „De Koepel“ genannt). Es handelt sich um ein beeindruckendes monumentales Gebäude, das für seine markante Kuppelarchitektur bekannt ist.

Geschichte und Architekt

Das Gefängnis wurde zwischen 1899 und 1901 nach Entwürfen des Architekten Willem Metzelaar erbaut. Es ist eines von drei Gefängnissen in den Niederlanden (neben Arnheim und Breda), die nach dem Panopticon-Prinzip entworfen wurden. Dieses Design ermöglichte es den Wärtern, von einem zentralen Punkt in der Mitte der Kuppel aus alle Zellen gleichzeitig im Blick zu behalten. Der Gefängnisbetrieb wurde im Jahr 2016 offiziell eingestellt.

Heutige Nutzung

Nach der Schließung und einer umfassenden Renovierung wurde das Gebäude zu einem multifunktionalen Zentrum umgestaltet. Heute beherbergt „De Koepel“ unter anderem:

  • Kino: Im neu ausgehobenen Keller befindet sich das „FilmKoepel“ mit mehreren Sälen.

  • Bildung: Die Haarlem Campus (eine Fachhochschule) nutzt die Räumlichkeiten für Vorlesungen und studentisches Arbeiten.

  • Arbeitsraum: Es gibt zahlreiche Co-Working-Spaces und Büros für Start-ups und kreative Unternehmen.

  • Gastronomie: Cafés und Restaurants laden Besucher ein, die besondere Atmosphäre unter der riesigen Kuppel zu genießen.

  • Kultur: Es finden regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Eine kleine Dauerausstellung erinnert zudem an die Widerstandskämpferin Hannie Schaft, die hier während des Zweiten Weltkriegs inhaftiert war.

Kurz gesagt

Haarlem bietet die architektonische Pracht des Goldenen Zeitalters, ohne den Trubel der nahen Hauptstadt – ein Ort, der durch seine Kanäle, seine reiche Brautradition und die Nähe zur Nordseeküste eine ganz eigene, entschleunigte Eleganz besitzt.

Noordwijk aan Zee

Ausgehend vom Camping De Wulp erreicht man über die gut ausgebauten Fahrradwege entlang und teilweise zwischen den Dünen, die „Blumenstadt am Meer“. Sie verbindet das maritime Flair der Nordsee mit dem weltberühmten Tulpenanbaugebiet (Bollenstreek).

Die wesentlichen Besonderheiten auf den Punkt gebracht

Maritimer Kontrast

Der Ort bietet einen weitläufigen, 13 Kilometer langen Sandstrand und eine belebte Promenade, die direkt an naturbelassene Dünenlandschaften grenzt.

Space & Science

Eine absolute Einzigartigkeit ist die Präsenz der ESA (European Space Agency); das Besucherzentrum „Space Expo“ macht Noordwijk zum europäischen Zentrum der Weltraumforschung.

Vielseitigkeit

Während der Ortskern von Noordwijk-Binnen historischen Charme versprüht, ist der Küstenteil für seine exzellente Gastronomie und die Nähe zu den Tulpenfeldern bekannt, was den Ort besonders im Frühjahr zu einem Hotspot für Naturfreunde macht.

Kurz gesagt

Es ist die seltene Mischung aus luxuriösem Badeort, unberührter Natur und hochtechnologischer Wissenschaft.

Von Grachten-Idylle bis zum pulsierenden Stadtleben

Amsterdam ist eine Stadt, die man am besten im Rhythmus der eigenen Schritte erlebt. Wer so wie wir mit dem Wohnmobil anreist, findet auf dem Camping Zeeburg (N52˚ 21′ 55“ E4˚ 57′ 34“). den perfekten Ausgangspunkt.

Achtung Umweltzone in Amsterdam

Seit Anfang 2025 gelten verschärfte Regeln für die Umweltzone innerhalb des Autobahnrings A10

  • Mindeststandard Euro 5: Diesel-Wohnmobile dürfen nur noch in die Umweltzone einfahren, wenn sie mindestens die Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Fahrzeuge mit Euro 4 oder schlechter sind verboten.

  • Zulassungstyp entscheidend:

    • Ist dein Wohnmobil als Pkw (M1) oder Leicht-Lkw/Lieferwagen (N1) zugelassen, gilt die Euro-5-Pflicht.

    • Ist es als schwerer Lkw (>3,5t) zugelassen, wird oft sogar Euro 6 verlangt.

  • Camping-Ausnahme: Wenn du auf einem der Campingplätze innerhalb der Zone (z. B. Vliegenbos oder Zeeburg) übernachtest, kannst du eine zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigung für die An- und Abreise beantragen. Dies muss vorab online über die Website der Stadt Amsterdam erfolgen.

  • Kontrolle: Es gibt keine Plaketten wie in Deutschland. Die Kontrolle erfolgt automatisch über Kamerasysteme, die das Kennzeichen scannen und mit der Datenbank abgleichen. Verstöße kosten aktuell rund 120 €.

Amsterdam zu Fuß

Der Campingplatz liegt etwas außerhalb im Grünen. Mit der Tram-Anbindung mit der Linie 26 (Tagesticket € 10,00 gibt es bei der Rezeption) ist man blitzschnell im Geschehen. Unsere Tour startete direkt an der Centraal Station, dem imposanten Tor zur Stadt, von wo aus wir Amsterdam komplett zu Fuß erkundet haben.

Der Charme der Grachten und Geschichte

Vom Bahnhof aus führt der Weg fast automatisch zur Brouwersgracht. Sie gilt für viele als die schönste Gracht der Stadt. Hier reihen sich historische Speicherhäuser aneinander, und die unzähligen Hausboote verleihen dem Wasserweg eine ganz eigene, gemütliche Atmosphäre.

Ein Stück weiter taucht man tief in die Geschichte ein:

  • Anne-Frank-Haus & Westerkerk: Ein Ort des Innehaltens. Direkt daneben ragt der Turm der Westerkerk empor, die mit ihrer markanten Krone das Viertel überragt.

  • De 9 Straatjes: Diese neun schmalen Gassen verbinden die Hauptgrachten (Singel – Heren- Keizer- und Pinsengracht) und sind ein Paradies für Fans von Vintage-Läden, kleinen Galerien und Cafés.

Eleganz und Fotospots

Wer die prachtvolle Seite Amsterdams sehen will, kommt an der Gouden Bocht (der Goldenen Bucht) an der Herengracht nicht vorbei. Hier bauten die reichsten Kaufleute der Stadt ihre prunkvollsten Palais. Ein absolutes Highlight für das Fotoalbum ist der Blick auf die sieben Brücken: Wenn man an der Ecke Reguliersgracht/Keizersgracht steht, kann man bei genauem Hinsehen sieben Brückenbögen hintereinander bewundern.

Kulinarik und Architektur

Nach so vielen – nahezu 18 – Kilometern zu Fuß ist ein Stopp in den Foodhallen im Viertel Oud-West Pflicht. In einer ehemaligen Straßenbahnhalle findet man heute Streetfood aus aller Welt. Übrigens, die Foothallen erreicht man auch ganz einfach mit der Linie 17.

Kontrastreich ging es weiter:

  • Der Dam & Palais: Das schlagende Herz der Stadt mit dem königlichen Palast und dem Nationalmonument.

  • Palaiskwartier: Ein moderner Akzent, der zeigt, wie Amsterdam historische Substanz mit zeitgenössischer Architektur verbindet.

Das berühmte Amsterdamer Nachtleben

Kein Besuch wäre vollständig ohne einen Abstecher in das Red Light District (De Wallen). Es ist einer der ältesten Teile der Stadt und fasziniert durch das enge Miteinander von mittelalterlichen Kirchen, schmalen Gassen und dem weltberühmten, rot beleuchteten Nachtleben.

Fazit

Amsterdam zu Fuß ist intensiv, bunt und unglaublich vielseitig. Die Kombination aus der entspannten Basis auf dem Camping Zeeburg und dem direkten Eintauchen in den Trubel am Hauptbahnhof ist die ideale Strategie für einen Städtetrip.

Von der Ruhe im Osten bis zum Wissenschafts-Ufer

Amsterdam zu Fuß

Unsere Route

Camping Zeeburg → Flevopark → Javastraat → Oosterpark/Grachten → NEMO Science Museum und retoiur

Modus: Schusters Rappen statt E-Bike

Manchmal bestimmt das Wetter die Pläne – und manchmal ist das ein Glücksfall. Da uns der Wind und die dunklen Wolken heute von unseren E-Bikes fernhielten, schnürten wir die Wanderschuhe.

Unser Ziel

Das Herz von Amsterdam, fernab der üblichen Touristenpfade, direkt von unserem Basislager auf dem Camping Zeeburg.

Über das Wasser in den „Garten des Ostens“

Der Weg begann spektakulär über die Amsterdamsebrug. Von hier oben hat man einen windigen, aber weiten Blick über das IJ und den Amsterdam-Rhein-Kanal. Unser erster Stopp: Der Flevopark. Er ist die grüne Lunge des Ostens und fühlt sich weit weg vom Großstadttrubel an. Besonders im Frühling ist die Stimmung hier, zwischen den alten Bäumen und den weiten Wiesen, herrlich erfrischend.

Ein Hauch von Fernweh in der Indischen Buurt

Durch das Viertel „Indische Buurt“ ging es direkt in die Javastraat. Wer Amsterdam von seiner bunten, kulinarischen und lebendigen Seite erleben will, ist hier richtig. Die Mischung aus hippen Cafés, exotischen Gewürzhändlern und dem geschäftigen Treiben gibt einem das Gefühl, in einer ganz eigenen Welt innerhalb der Stadt zu sein.

Entlang der Grachten zum Maritimen Erbe

Wir folgten dem Wasser weiter stadteinwärts. Vorbei an der Oostergracht öffnet sich die Stadt immer mehr, bis plötzlich die Masten der historischen Schiffe vor einem aufragen. Das National Maritime Museum (Het Scheepvaartmuseum) mit dem Nachbau des berühmten Ostindienfahrers „Amsterdam“ ist auch von außen ein echter Blickfang und ein Muss für jeden Fotostopp.

Das grüne Dach der Wissenschaft: NEMO

Unser Wendepunkt war das NEMO Science Museum. Selbst wenn man nicht hineingeht, ist das Gebäude von Renzo Piano architektonisch ein Highlight. Es sieht aus wie ein riesiger grüner Schiffsrumpf, der aus dem Wasser ragt. Tipp: Die riesige Dachterrasse ist frei zugänglich und bietet einen der besten (und kostenlosen!) Panoramablicke über die gesamte Altstadt.

Fazit

Wetterfest und Glücklich

Auf dem Rückweg merkten wir die 13 Kilometer zwar in den Beinen, aber die Eindrücke waren es wert. Zu Fuß nimmt man die Details der Architektur und die Stimmung in den Vierteln viel intensiver wahr als vom Sattel aus. Amsterdam-Oost hat uns mit seinem unaufgeregten Charme absolut überzeugt.

Ein paar Tipps für unsere Leser

Ausrüstung

In Holland gibt es kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Eine windfeste Regenjacke war heute unser bester Freund.

Pause einlegen

In der Javastraat gibt es fantastischen Kaffee und Gebäck – perfekt, um sich zwischendurch aufzuwärmen. Wir allerdings, legten am Heimweg einen Stopp beim angeblich besten Döner-Stand ein. Und unsere Erkenntnis daraus: Die Rezensionen für „Beste Döner“ hatten ihre Berechtigung. Es war einfach vorzüglich.

Mit dem Wohnmobil durch Noord-Holland

Vom Käsemarkt zum Küstencharme

Wir verließen das beeindruckende Amsterdam, blieben aber in der Provinz Noord-Holland. Diese Region bietet weit mehr als die Hauptstadt: Es ist eine faszinierende Mischung aus historischem Käse-Handel, maritimem Küstencharme und der typisch holländischen Architektur, die wir so lieben.

Base-Camp #5: Camping Venhop

Unser nächster Stopp führte uns zum Camping Venhop (N52˚ 37´54“ E5˚ 0´40“). Der Platz liegt idyllisch direkt am Wasser im Naturschutzgebiet „De Hulk“ unweit von Hoorn. Er bietet die perfekte Ruhe nach einem langen Tag und ist der ideale Ausgangspunkt für Radtouren durch die nordholländische Landschaft.

Käse, Kanäle und Camper-Alltag

Unser Stopp in Alkmaar

Vier Wochen sind wir nun schon mit dem Wohnmobil in den wunderschönen Niederlanden unterwegs. Nach viel Sonnenschein hat uns nun die erste echte Front erwischt. Aber als echte Camper lassen wir uns die Laune nicht verderben! Da die E-Bikes heute im Stall blieben, haben wir die hervorragenden „Öffis“ genutzt, um von unserem aktuellen Basislager in Berkhout nach Alkmaar zu fahren.

Unser Basislager: Camping Venhop

Wir stehen derzeit auf dem Campingplatz Venhop (N 52˚ 37´54″ E 5˚ 0´40″). Ein wirklich schöner, gut angelegter Platz in toller Umgebung. Im Vergleich zu anderen Stopps unserer Reise ist er eher günstig, was ihn (trotz des Wetters) recht gut besucht macht.

Ein kleiner Tipp für eure Reisekasse

Der günstige Grundpreis relativiert sich etwas durch die Nebenkosten. Während der Strom inklusive ist, wird hier vieles extra abgerechnet:

  • Duschen: € 1,00 für 5 Minuten.

  • Abwasch: € 0,20 für Warmwasser.

  • WLAN: € 1,00 pro Tag (für zwei Geräte). Man sollte also immer ein paar Münzen parat haben!

Unser Highlight

Der weltberühmte Käsemarkt

Trotz Regen ließen wir uns den Käsemarkt am Waagplein nicht entgehen. Er findet jeden Freitag (von Ende März bis September) zwischen 10:00 und 13:00 Uhr statt und ist ein Spektakel, das man einmal gesehen haben muss.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die „Kaasdragers“ (Käseträger) in ihren traditionellen weißen Anfängen und den farbigen Strohhüten (die die Zugehörigkeit zu ihrer Gilde zeigen) die schweren Käselaibe auf Holztragbahren im Laufschritt über den Platz transportieren. Die Verhandlungen zwischen Bauern und Händlern laufen noch heute per Handschlag ab – ein lebendiges Stück niederländischer Geschichte!

Stadtrundgang

Alkmaar zu Fuß entdecken

Nach dem Trubel auf dem Markt haben wir die Stadt zu Fuß erkundet. Alkmaar hat weit mehr zu bieten als „nur“ Käse:

  • Die Waag (Waagegebäude): Das prächtige Gebäude am Marktplatz beherbergt heute das Holländische Käsemuseum.

  • Grote Sint-Laurenskerk: Eine beeindruckende Kirche, die über der Altstadt thront.

  • Die Hofjes: Wir haben einige der versteckten, idyllischen Innenhöfe (wie das Wildemanshofje) entdeckt – grüne Oasen der Ruhe inmitten der Stadt.

  • Grachten & Gassen: Ein Spaziergang entlang der Mient oder durch die Ritsevoort lohnt sich immer. Die historischen Fassaden und kleinen Boutiquen verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme.

  • Molen van Piet: Eine wunderschöne Windmühle direkt am Rande des Stadtzentrums, die ein perfektes Fotomotiv bietet.

Unser Fazit

Lohnt sich der Ausflug?

Definitiv! Alkmaar ist eine Stadt mit Charakter. Auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt, lässt sich die Stadt wunderbar zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Der Käsemarkt ist zwar touristisch sehr gut besucht, aber die Tradition und das Ambiente am Waagplein sind einzigartig.

Regentag? Wandertag!

Zu Fuß von Venhop nach Hoorn

Nachdem uns die Front gestern in Alkmaar erwischt hat, zeigte sich das niederländische Wetter auch heute von seiner ungemütlichen Seite. Dauerregen. Unsere geliebten E-Bikes mussten also einen weiteren Tag im Stall verbringen. Aber wir lassen uns nicht einsperren! Regenjacke an, Kapuze auf und los ging es: Wir haben uns zu Fuß von unserem Campingplatz Venhop auf den Weg in das historische Hafenstädtchen Hoorn gemacht.

Der Weg ist das Ziel

Entlang der Küste

Die Wanderung vom Campingplatz nach Hoorn war trotz des grauen Himmels wunderschön. Wir sind teilweise direkt dem Strandverlauf gefolgt. Der Blick auf das weite, wolkenverhangene Wasser hatte eine ganz eigene, fast mystische Atmosphäre. Nach gut einer Stunde Fußmarsch erreichten wir Hoorn – und der Weg hat sich mehr als gelohnt.

Hoorn entdecken

Kultur, Geschichte und Seefahrer-Charme

In Hoorn angekommen, haben wir uns bewaffnet mit einem Stadtplan auf die vorgeschlagene historische Stadtroute begeben. Hoorn war im 17. Jahrhundert eine der wichtigsten Städte der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC), und diesen alten Reichtum sieht man an jeder Ecke.

Unsere Highlights auf der Route

Der Hafen & der Hoofdtoren

Der historische Hafen ist das absolute Herzstück. Der imposante Wehrturm Hoofdtoren aus dem 16. Jahrhundert wacht hier über die Schiffe und versetzt einen sofort in die Zeit der Entdecker zurück.

Schiffsjungen von Bontekoe (De scheepsjongen s van Bontekoe)

Die Bronzestatuen stellen die drei Jungen Padde, Rolf und Hajo dar. Sie sitzen bzw. lehnen an der Kaimauer ganz in der Nähe des historischen Wehrturms (Hoofdtoren) und blicken sehnsüchtig hinaus aufs Wasser.

Die Geschichte dahinter

Die Figuren basieren auf dem gleichnamigen, extrem populären niederländischen Jugendbuch-Klassiker von Johan Fabricius aus dem Jahr 1924 (der später auch erfolgreich verfilmt wurde). Das Buch erzählt die abenteuerliche, aber auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte einer Reise des Kapitäns Willem Bontekoe aus Hoorn im Jahr 1618 für die Ostindien-Kompanie.

Die drei Jungen heuern auf seinem Schiff an und erleben eine dramatische Fahrt voller Stürme, Schiffbrüche und Abenteuer auf hoher See.

Die Roode Steen (Der rote Stein)

Der zentrale Marktplatz, umgeben von wunderschönen, prunkvollen Giebelhäusern. Hier steht auch das beeindruckende Westfries Museum (das die Geschichte der Region erzählt) und die alte Waag (Käsewaage).

Die Bossu-Häuser

Drei historische Häuser mit faszinierenden Fassadenreliefs, die eine berühmte Seeschlacht gegen die Spanier im Jahr 1573 darstellen.

Unsere Neuentdeckung

Die besten Kibbelings in Bahnhofsnähe

Nach so vielen Kilometern an der frischen, feuchten Luft knurrte uns ordentlich der Magen. Bevor es an den Rückweg ging, haben wir in der Nähe des Bahnhofs haltgemacht, um uns zu stärken. Und was sollen wir sagen? Wir haben kulinarisch absolut unser neues Highlight entdeckt: Kibbeling!

Für alle, die es noch nicht kennen: Das sind mundgerechte, in Bierteig frittierte Fischstücke (meist Kabeljau oder Seehecht), die traditionell mit einer würzigen Knoblauch- oder Remouladensauce serviert werden. Heiß, knusprig und einfach vorzüglich! Genau der richtige Seelentröster an einem verregneten Tag.

Unser Fazit

Zurück am Campingplatz Venhop angekommen, gab es dann noch ein kleines Naturwunder: Die dichte Wolkendecke riss für ein paar kurze Minuten auf. Es war fast so, als wollte die Sonne uns kurz zuzwinkern und sagen: „Hey, mich gibt es übrigens auch noch!“

Auch wenn das Wetter uns die E-Bike-Touren vermiest – Hoorn hat uns mit seinen historischen Gassen, dem maritimen Flair und den köstlichen Kibbelings den Tag absolut gerettet. Ein toller Ausflug, den man auch wunderbar zu Fuß vom Campingplatz aus machen kann!

Wusstest du schon?

Das berühmte Kap Hoorn in Südamerika wurde nach dieser Stadt benannt, da der Entdecker Willem Cornelisz Schouten ein echter „Horner“ war.

Das Fazit unserer 4. Reisewoche

Jede Stadt ein Unikat – und ein magischer Moment in Amsterdam

Vier Wochen „Peppo on Tour“ durch die Niederlande liegen nun schon hinter uns. Wenn wir auf die vergangene Woche zurückblicken, können wir nur sagen: Was für eine besondere, ereignisreiche Zeit! Trotz des Wetterumschwungs am Ende war diese Woche vollgepackt mit Kontrasten, Farben und unvergesslichen Eindrücken.

Jede Station hatte ihren ganz eigenen, besonderen Flair

  • Keukenhof: Ein absoluter Rausch aus Millionen von Blüten und Farben – ein Mekka fürs Auge.

  • Haarlem: Eine Stadt, die uns mit ihrer gemütlichen Atmosphäre, den schönen Grachten und dem historischen Charme sofort begeistert hat.

  • Alkmaar & Hoorn: Unser maritimes und traditionelles Finale mit Käsemarkt-Trubel, historischen Hafenmauern und der Entdeckung der köstlichen Kibbelings.

Unser ganz persönliches Wochen-Highlight

Magie in Amsterdam

Und dann war da natürlich noch Amsterdam. Die Stadt ist ohnehin immer eine Reise wert, aber für uns hielt sie dieses Mal ein Erlebnis bereit, das uns wohl noch jahrelang Gänsehaut bescheren wird.

Wir waren vor genau acht Jahren schon einmal in Amsterdam. Als wir nun durch die Gassen schlenderten, zog es uns spontan in ein gemütliches Kaffeehaus. Drinnen angekommen, das gewohnte Bild einer Metropole: Das Café war bis auf den letzten Platz komplett vollbesetzt. Doch halt – ein einziger Tisch war frei.

Als wir uns setzten, trauten wir unseren Augen kaum. Es war exakt Tisch 25. Genau der Tisch, an dem wir schon vor acht Jahren bei unserem letzten Amsterdam-Besuch gesessen hatten! Was für ein unglaublicher, magischer Zufall. In einer Stadt, die sich ständig verändert und so gut besucht ist, nach fast einem Jahrzehnt genau an denselben Platz zurückgeführt zu werden – das war für uns der emotionalste und schönste Moment der gesamten Woche. Auch das bunte, lebendige Indische Viertel (Indische Buurt) mit seinem tollen Mix aus Kulturen und Düften hat diesen Amsterdam-Ausflug perfekt abgerundet.

Daher unser Resümee

Eigentlich lässt sich diese vierte Woche kaum in nur ein einziges Highlight pressen. Es war die Gesamtheit der Erlebnisse: von der Ruhe am Strand von Scheveningen über die geschichtsträchtigen Gassen von Haarlem und Hoorn bis hin zu diesem wunderbaren Déjà-vu in Amsterdam. Die Niederlande überraschen uns immer wieder aufs Neue – egal, ob bei Sonnenschein auf den E-Bikes oder mit der Regenjacke zu Fuß.

Wie geht es weiter bei Peppo on Tour?

Morgen in der Früh verlassen wir die Niederlande. Unsere weitere Route führt uns über Deutschland zunächst in die Schweiz. Bleibt dran und begleitet uns weiter auf Peppo on tour

Leistungsübersicht

Gefahrene Kilometer

Von Delft nach Keukenhof: 45 km

Von Keukenhof nach Amsterdam: 60 km

Von Amsterdam nach Hoorn: 59 km

Gesamt bisher: 1.763 km

Camping- bzw. Stellplätze und deren Preise

Camping De Wulp: € 167,00 für 4 Nächte inkl. Strom – extra € 0,90 für eine Duschmarke

Camping Zeeburg: € 130,42 für 3 Nächte alles inklusive

Camping Venhop: € 98,70 für 3 Nächte – extra € 1,00 für eine Duschmarke, € 0,20 für das Warmwasser beim Abwasch und € 1,00 p.Tg. für WLAN

Tagesticket Tram in Amsterdam: € 10,00 p.P.

Tagesticket Eintritt Keukenhof: € 21,00 p.P.

Bus und Tram nach Alkmaar und retour: € 30,00 für zwei Personen

Treibstoffpreise

Niederlande: € 2,399

Kommentare

12 Kommentare

  1. Regina 16. Mai 2026 at 19:09 - Reply

    Bravo ihr 2! Noch schöne Weiterreise!

    • peppoontour 16. Mai 2026 at 19:18 - Reply

      Danke liebe Regina und euch noch alles Gute! LG

  2. Franz Peer 16. Mai 2026 at 19:13 - Reply

    und nicht vergessen, 2. September in Linz, hoffe sehr, dass ihr bis dahin wieder zurück seid, herzlichst, Franz

    • peppoontour 16. Mai 2026 at 19:18 - Reply

      Hallo Franz! Ganz klar, der Termin ist bereits fixiert. Muss nur noch den Campingplatz fixieren 🙂 LG

  3. Arthur 17. Mai 2026 at 06:07 - Reply

    Dankeschön Euch beiden wie immer super Info und tolle Bilder
    gute Reise LG

    • peppoontour 17. Mai 2026 at 18:28 - Reply

      Servus Arthur! Danke für Dein Feedback. LG Manuela&Othmar

  4. 88 17. Mai 2026 at 08:24 - Reply

    Wie immer tolle Info super Bilder weiterhin gute Fahrt.

    • peppoontour 17. Mai 2026 at 18:28 - Reply

      Servus Werner, vielen Dank für Dein Feedback und vor allem. dass Du unsere Reise mitverfolgst. LG Manuela&Othmar

  5. Helmut WEIRER 17. Mai 2026 at 08:55 - Reply

    Danke Euch für die wunderschönen Bilder und die super Informationen
    von der 4.Reisewoche.
    Liebe Grüße aus dem LUNGAU

    • peppoontour 17. Mai 2026 at 18:27 - Reply

      Servus Heli! Vielen Dank für Dein Feedback und dass Du unsere Reise mitverfolgst. LG Othmar

  6. Doris Wasylyk 17. Mai 2026 at 15:00 - Reply

    Es war wieder herrlich euch auf der Reise zu begleiten. Tolle Fotos , tolle Berichte.

    • peppoontour 17. Mai 2026 at 18:26 - Reply

      Liebe Doris, vielen Dank für Dein Feedback und vor allem, dass du unsere Reise verfolgst! LG Manuela&Othmar

Hinterlasse einen Kommentar