…daher schütze deine Lieben und dein Hab und Gut. Was zu Hause eine Verständlichkeit ist, wird gerade auf Reisen – in der Urlaubsstimmung – oft vernachlässigt oder einfach nur übersehen. Nämlich, dass es Menschen gibt, die Dinge von anderen finden, bevor diejenigen es verloren haben. Das ist die feinere Umschreibung zur erschreckenden Tatsache, dass mit dem Boom für Wohnmobile auch jene Personengruppe gewachsen ist, die sich durch Einbruch und Diebstahl fremdes Eigentum aneignen und einem den Urlaub nachhaltig richtig vermiesen. In unserem Tipp des Monats wollen wir uns mit dem Thema „Einbruch/Diebstahl“ auseinandersetzen.

Aber warum wollen wir das tun? Bei unserer Frühjahrstour 2023 haben wir immer wieder „Wohnmobilisten“ kennengelernt, die uns unabhängig voneinander von Vorfällen berichtet haben, wo ihre Wohnmobile auf verschiedenster Art und an unterschiedlichsten Orten aufgebrochen wurden. Auch wenn nicht immer wertvolle Gegenstände entwendet wurden, so entstand doch ein Schaden in Form von aufgebrochenen Türen und eingeschlagenen Scheiben am Fahrzeug.

Aber wie schützt man sich davor? Die ernüchternde Wahrheit ist, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Es gibt aber Verhaltensweisen und technische Hilfsmittel die das Gröbste verhindern und Diebe in jene Büsche zurückschlagen, aus denen sie vermutlich gekrochen sind. Wer allerdings nicht gewillt ist, Geld in die Hand zu nehmen und sein Wohnmobil mit Diebstahlsicherungen aufrüsten möchte, sollte zumindest ein paar Verhaltensregeln berücksichtigen. Dabei ist es schon hilfreich, wenn man den Ort wo mein sein Fahrzeug unbeaufsichtigt abstellt, sorgfältig aussucht. Die wichtigsten Wertsachen und Dokumente sollte man nicht im Fahrzeug zurücklassen und schon gar nicht frei zugänglich liegen lassen. Es mag vielleicht lästig oder unangenehm sein, eine Tasche und/oder Rucksack bei der Sightseeingtour mit sich zu tragen, aber die beschriebenen Gegenstände sind dort vermutlich sicherer verwahrt als im alleinstehenden Wohnmobil. Man kann davon ausgehen, dass man von potentiellen Dieben beobachtet wird.

Allein aus diesem Grund macht es Sinn mit einer Tasche oder Rucksack das Fahrzeug zu verlassen, denn das signalisiert dem Täter, dass man seine Wertgegenstände mitträgt. Stichwort mittragen: Das gilt auch für den Reserveschlüssel, denn es macht wenig Sinn, wenn dieser im Wohnmobil liegen bleibt. Wenn man glaubt, dass das Wohnmobil an einem belebten Parkplatz oder Rastplatz sicherer steht, irrt sich leider. Denn zum einen sind derartige Plätze auch ein Anziehungspunkt für die Übeltäter und zum anderen ist es leider auch Fakt, dass sich nur wenige Mitmenschen darum kümmern, wenn an einem Fahrzeug offensichtlich manipuliert wird. Daher sollte man sein Wohnmobil eher an bewachten Parkplätzen – auch wenn sie kostenpflichtig sind – abstellen. Übernachten auf Rastplätzen oder Autobahnstationen sollte ohnedies ein „No Go“ sein. Und bei Kurzaufenthalten an solchen Plätzen sollte immer jemand beim Fahrzeug bleiben. Klingt komisch, aber aus zuverlässigen Erzählungen wissen wir auch, dass Fahrzeuge schon bei einem „Coffee to go“ aufgebrochen wurden. Die geschilderten Verhaltensregeln kosten nichts und können teilweise vor böse Überraschungen schützen. Wer sich aber zusätzlich absichern möchte, sollte sich mit technischen Hilfsmitteln helfen. Hier bietet der Markt schon Einiges. Von mechanischen abschließbaren Verriegelungen die auch bei aufgebrochenen Schlössern wirksam sind, über Zusatzschlösser der Firma HEOSafe bis hin zur Alarmanlage z.B. von der Firma Thitronik. Wir haben uns z.B. die WiPro III inkl. Gaswarner und Kabelschleife die hervorragend (bis dato zum Glück nur selbst ausgelöste Alarme) funktioniert. Der Gaswarner war für uns deshalb so wichtig, da die Diebe auch Betäubungsgas in das Wageninnere leiten, um so – wenn alles tief und fest schläft – ungestört agieren zu können. Am nächsten Morgen hat man nicht nur Kopfschmerzen sondern auch ein böses Erwachen. Die Kabelschleife ist ein wertvolles Tool um so z.B. die Fahrräder, welche ja auch ein beliebtes Diebesgut sind, zusätzlich zum unerlässlichen mechanischen Schloss in Verbindung mit der Alarmanlage beim Wohnmobil abzusichern. Stichwort Fahrräder: Es werden immer mehr Fahrräder – mit besonderer Vorliebe E-Bikes – gestohlen. Das steht übrigens nicht im direkten Zusammenhang mit Wohnmobilreisen, denn Fahrräder werden an allen möglichen Orten entwendet. Da hilft nur sorgfältiges Versperren mit einer ordentlichen Kette bei gleichzeitiger Fixierung an einem fixen unverrückbaren Punkt.

Das ist zugleich auch eine Voraussetzung für das Wirksamwerden einer eventuellen Fahrradversicherung. Die Fahrradversicherung verhindert zwar analog einer Feuerversicherung nicht das Zustandekommen des Schadens, aber die Versicherung ist besonders bei der Schadenabwicklung hilfreich. Sprich beim Kauf eines neuen Fahrrades. Am Endes des Tages besteht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer ein gewisses Restrisiko, denn das Böse ruht nicht. Daher gilt immer und überall „Vorsicht ist besser als Nachsicht“.

[…] wir zum alten Hafen. Eigentlich wollten wir unsere E-Bikes – „denn sicher ist sicher“ (siehe auch unseren Tipp des Monats) – nicht so lange stehen lassen und holten diese, bevor wir die Sightseeingtour fortsetzten. Und […]