Es freut uns, dass ihr nicht nur unsere Homepage gefunden habt, sondern auch Interesse für die Rubrik „Tipps des Monats“ zeigt. Auf dieser Seite werden wir laufend einige Tipps rund ums Wohnmobil- Reisen- und Campen basierend auf unsere persönlichen Erfahrungen veröffentlichen. Vielleicht ist auch für euch was Hilfreiches dabei. Wir sind aber auch davon überzeugt, dass jeder für sich die eine oder andere Erfahrung gemacht hat. Wir laden euch herzlich dazu ein, diese eure Erkenntnisse auch mit uns zu teilen.

1. Was sind die „Basics“ im Wohnmobil?
Abhängig vom Typ und der Aufbauart des Wohnmobils ist auch der zur Verfügung stehende Platz und vor allem das höchstmögliche Gewicht der Zuladung ausschlaggebend. Das kann schon mal die Packliste mehr oder weniger beeinflussen. Mit unserem Weinsberg CaraCompact EDITION [PEPPER] 600 MEG haben wir den Vorteil, dass wir bei einem Eigengewicht von 2700 kg mit der österreichischen Führerscheinklasse „B“ (zulässig bis 3500 kg) noch immer 850 kg zuladen dürfen. Manche haben aber wesentlich weniger Zulademöglichkeiten und die Polizei lässt bei Kontrollen oft wenig Spielraum. Daher ist es wichtig, nur die aus eurer Sicht wichtigsten Dinge mitzunehmen. Immerhin ist auch zu berücksichtigen wie viele Personen mitreisen. Ist noch eine „Fellnase“ mit an Bord? Welche Sport- und Freizeitgeräte nehme ich mit? Und vor allem stellt sich immer die Frage der Reisedauer in Verbindung mit den Camping- und/oder Stellplatzmöglichkeiten und deren Rahmenbedingungen. Gerade als Einsteiger – und diese Erfahrung haben auch wir gemacht – denkt man noch nicht an alles und da sind Recherchen im Netz schon hilfreich. Man findet sehr viele Packlisten die eines gemeinsam haben, sie beinhalten immer die „Basics“ die unbedingt an Bord sein müssen und darüber hinaus viele hilfreiche Dinge wo man selbst entscheiden sollte, ob man sie braucht. Nach dem Kauf unseres „Peppo“ haben wir uns anhand einer vorgeschlagenen Packliste bei der Firma Kledo in Graz eine Grundausstattung gekauft. Besonders hilfreich war aber für uns das so genannte „Probecampen“. Dabei wählten wir den „Worst Case“ und standen für vier Tage – bei rechten frischen Außentemperaturen – nahezu autark am Panorama Stellplatz Lindenhof in Velden. Gefunden haben wir diesen tollen Platz über die Stellplatz-Info. So konnten wir feststellen, was sich an unserer Wohnmobil- und Campingausstattung bewährt bzw. was uns noch fehlt. Gerade als Einsteiger war für uns die Erkenntnis interessant, wie lange komme ich mit dem Wasser (100 lt Tank) aus und wann muss ich spätestens die Chemie-Toilette entleeren. Außerdem profitierten wir auch von Ratschlägen anderer „Wohnmobilisten“, für die wir dankbar sind.
Brückenwaage
Wir empfehlen das Wohnmobil einmal voll zu beladen und aufgetankt (Treibstoff und Wasser) inkl. Insassen auf eine Brückenwaage zu stellen, Vor unserer langen Tour nach Skandinavien hatten wir unseren „Peppo“ voll getankt, Wassertank voll aufgefüllt, alles eingepackt (außer Lebensmittel) was wir benötigten inkl. der beiden E-Bikes und 2×11 kg Gasflaschen und stellten uns auf eine Brückenwaage. Wir kamen auf ein Gesamtgewicht von 3350 kg und hatten somit nicht nur Gewissheit, sondern auch noch einen Spielraum von 150 kg.
Empfehlung für eine mögliche Packliste
Nachstehend wollen wir euch eine Liste zur Verfügung stellen, auf der Dinge aufgelistet sind, die man(n)/Frau aus unserer Sicht braucht. Es ist eine Summe aus vielen Erfahrungen. Eventuell werdet ihr nicht alles benötigen. Aber seht es wie im Supermarkt. „Fahre mit dem Einkaufswagen durch und nimm mit was Du brauchst“.
Dokumente und Papiere basierend aus österreichischer Sicht
- Reisepass und/oder Personalausweis – abhängig von den Ländern die ihr bereist
- Impfpässe (Achtet auf die Impfempfehlungen verschiedener Länder)
- E-Card
- Krankenversicherung auch für das Ausland
- Internationaler Führerschein
- Autobahnvignetten bzw. Transponder bei elektronischen Mautsystemen (länderabhängig) – hat sich besonders in Skandinavien bewährt
- Zulassungsschein
- ÖAMTC-Schutzbrief
- Grüne Versicherungskarte
- Kopien der wichtigsten Dokumente (Wir haben diese gescannt und führen sie auf einen USB-Stick mit)
- Kleingeld 50 Cent, 1 und 2 Euromünzen für Strom, Waschen, Duschen etc.
- Kredit- und EC-Karten
Reiseführer
- Reiseführer für die zu bereisenden Regionen
- CampingCard und Stellplatzführer in Buchform und auch als App (Wir empfehlen den ACSI Campingführer)
- Autoatlas oder die kostenlosen Straßenkarten des ÖAMTC (nur für Mitglieder)
- Routenplanung und aktuelles Navigationssystem
- Notfallnummern vor Ort
- Bücher oder E-Book-Reader
- Notizbuch und Stifte
- Reisetagebuch analog oder digital
Was braucht die Fellnase
Wir reisen ja nur zu zweit und sind auch keine Hundebesitzer, aber unsere Tochter – selbst Camperin – hat einen ganz reizenden vierbeinigen Partner namens „Charlie“ und daher bekommen wir mit, an was man denken sollte, damit sich die „Fellnase“ auch wohl fühlt.
- EU- gültige Dokumente
- Medikamente und Hygieneartikel
- Futter, Trockenfutter etc.
- Näpfe für Futter und Wasser – praktisch sind faltbare Näpfe
- Hundebett und Decke
- Halsband, Geschirr, Leine (Laufleine), eventuell Erdhaken
- Wasserflasche
- Maulkorb falls erforderlich
Alles rund ums Kochen
Allgemeine Ratschläge
- Wenn möglich, Finger weg vom Porzellan und Glas. Einerseits bricht es leicht und klappert ständig und andererseits ist es schwerer als Bambus- oder Plastikgeschirr. Wobei Bambus sicher die bessere Wahl ist. Wir kauften unser Geschirr bei Kledo in Graz.
- Töpfe und Pfannen sollten unbedingt zum Stapeln und mit abnehmbaren Griffen ausgestattet sein. Überlegt, was ihr wie zubereiten möchtet denn danach richtet sich auch die benötigte Anzahl an Töpfen und Pfannen.
- Teller, Kaffee- bzw. Teetassen, Gläser und Schüsseln. Wir wollen auch beim Campen auf ein bestimmtes Maß an Ess- und Trinkkultur nicht verzichten. Daher gönnten wir uns Rot- und Weißweingläser aber auch Biertulpen und Wassergläser. Obwohl wir nur zu zweit unterwegs sind, haben wir das Geschirr für vier Personen gekauft. Camping ist eine große Familie und es können immer Gäste kommen.
- Wir lieben es selbst zu kochen. Die meiste Zeit unserer Reisen bereiten wir das Essen selber zu. Wir genießen es, wetterabhängig vor oder im Wohnmobil in entspannter Atmosphäre zu Essen. Natürlich entstehen beim Kochen Gerüche, die sich im Wohnmobil mehr oder weniger lange festsetzen. Unsere Lösung dafür, ist eine faltbare Campingküche. Hier gibt es bei Amazon eine große Auswahl. In der Kombination mit unserem bewährten Cadac Gasgril Safari Chef 30, 30mbar mit Piezozündung – gekauft bei Kledo – und wahlweise mit dem Reiskocher Gastroback 42507 bereiten wir alle Speisen im Freien zu.
- Empfehlenswert für den Betrieb des Gasgrillers ist unter anderem ein Gas-Außenanschluss am Wohnmobil, denn damit schließen wir den Gasgriller direkt am Wohnmobil an und betreiben diesen über die großen Gasflaschen.
Mögliche weitere Utensilien
- Salatschüssel (gibt es auch faltbar)
- Wasserkessel (gibt es auch faltbar)
- Besteck
- scharfe Messer
- Flaschenöffner, Korkenzieher, Dosenöffner
- Schneidbrett
- Sieb (gibt es auch faltbar)
- Dosen aus Kunststoff zur Aufbewahrung
- Wasserkanister
- Gemüse- und Kartoffelschäler
- Abtropfgestell
- Abwascheimer (gibt es auch faltbar)
- Espressomaschine: Zu Hause verwenden wir einen Kaffeevollautomaten. Beim Campen sind wir wieder auf die bewährte Espressomaschine gestoßen und genießen die Qualität des Kaffees, die natürlich mit der Qualität des Kaffeepulvers in Zusammenhang steht.
- Küchenrolle: Bewährt hat sich auch die Montage eines Küchenrollenhalters im Wohnmobil.
- Geschirrtücher
- Reinigungsmittel
- Mülleimer
- Wetex Tücher und Schwämme
- Putzlappen bzw. Mikrofasertücher
- Universal Abflussstopfen: Es gibt Campingplätze wo bei den Abwaschbecken keine Abflussstopfen vorhanden sind. Da macht es durchaus Sinn selber einen dabei zu haben. Macht das Spülen einfacher und spart außerdem Wasser.
- Griller: Beim Griller muss man berücksichtigen ob man am Camping- bzw. Stellplatz auch mit offenen Feuer – Holzkohle etc. – grillen darf. Wir haben uns für einen Cadac Gasgril Safari Chef 30, 30mbar mit Piezozündung und wahlweise für einen Elektrogriller entschieden.
Alles rund ums Bad
- Duschbad
- Shampoo
- Zahnbürsten, Zahnseide
- Zahnpasta
- DEO, Parfum
- Nassrasierer, Rasierschaum, Rasierapparat Ladekabel
- Creme, Sonnencreme, Lippenpflege
- Hand- und Badetücher
- Nagelpflegeset
- Wattestäbchen
- Feuchttücher
- Kosmetik
- Spezielle Hygieneartikel für die Frau
Einige elektronische Geräte
- Mobiltelefone
- Campingplatz- und Stellplatzführer als App
- Ladegerät 12 Volt mit Zigarettenanzünderadapter
- Ladegerät 220 Volt
- USB Kabel
- E-Book Reader
- Tablet bei Bedarf
- Powerbank
- Stirnlampe
- Evtl. Kamera – wir fotografieren eigentlich alles nur noch mit dem Smartphone
- USB Stick
- Notebook bei Bedarf
- Externe Festplatte bei Bedarf
- Mobiler WLAN Router – könnte sich immer bewähren
- Eventuell Reservebatterien. Bei den Reservebatterien denkt auch daran, dass evtl. die Fernbedienung des Fahrzeugschlüssel aber auch die Sender der Alarmanlage Batterien hat.
Nützliches im Fahrerhaus
- Kaffeebecher für die Fahrt ist zwar recht praktisch, aber man sollte sich auch Pausen gönnen. „Man(n)/Frau ist auf Urlaub und nicht auf der Flucht“.
- Tassenhalter
- Abdeckung für die Scheibe falls nicht fix eingebaut
- Navi oder Handy inkl. USB Kabel
- Straßenkarten griffbereit
- Camping- und Stellplatzführer in Buchform
- Kleingeld für die Maut
Strom und Gas
- Stromkabel oder Kabeltrommel mindestes 2,5 mm Querschnitt und zumindest 25m lang
- Stromadapter CEE
- Verteilersteckdose mit Verlängerungskabel
- Gasflaschen je nach Bedarf – Leicht oder Aluflaschen. Leichtflaschen haben den Vorteil, wie das Wort schon sagt, dass sie leichter als Aluflaschen sind. Sie lassen sich aber nicht überall tauschen. Achte darauf in welchen Ländern man die Flaschen tauschen bzw. nachfüllen kann.
- Gasflaschenfüllset für andere Länder
- Schlüssel für die Gasflaschen
- Noch ein Tipp zu den Gasflaschen: Wir haben uns das DUOControlCS Set einbauen lassen. Der Vorteil liegt darin, dass automatisch auf die zweite Flasche umgeschaltet wird und außerdem ist ein Crash-Sensor eingebaut, was die Sicherheit vor allem während der Fahrt wesentlich erhöht
Reiseapotheke immer abhängig vom Bedarf
- Desinfektionsspray
- Medikamente nach Bedarf und auch zur Prävention. Im Idealfall mit dem Hausarzt absprechen.
- Bepanthensalbe
- Tabletten gegen Reisekrankheit (Fähre, fahren etc.)
- Fenistil Gel
- Autan gegen Mücken
- Pflaster
- Medikamente bei Darmproblemen
- Aktuell würden wir auch COVID-Antigentest empfehlen
Einiges rund ums Campen
- Campingtisch
- Campingstühle
- Überzüge für die Campingstühle
- Vorzeltteppich: Wir haben die beste Erfahrung mit dem selbst zugeschnittenen Vorzeltteppich von der Firma Kledo gemacht
- Fußabstreifer
- Windlichter und Kerzen – vor allem auch gegen Mücken
- Windschutz: Oft ist der Wind sehr unangenehm und auch beim Kochen oder Grillen im Freien störend. Daher haben wir uns – siehe Bild oben – einen Windschutz bei der Firma Kledo gekauft, der sich schon bewährt hat.
- Taschenmesser und/oder Leatherman
- Feuerzeuge/ Gasanzünder
- Wäscheleine und -klammern oder evtl. einen kompakten Wäscheständer der sich bei uns schon bewährt hat.
- Faltbarer Abwascheimer
- Spülmittel
- Waschmittel
- Müllsäcke
- Gefrierbeutel
- Alufolie
- Bettdecken, Kopfkissen, Spannleintücher und Bettwäsche
- Wolldecken
- Kleiderbügel
Wichtige Utensilien für das Wohnmobil
- Warndreieck
- Verbandskasten
- Warnwesten für jeden Insassen
- Wagenheber
- Werkzeug
- Gasflaschen
- Gasadapter wie oben beschrieben
- Trittstufe sofern beim Wohnmobil keine fix verbaut ist
- Auffahr- und Ausgleichskeile: Wir empfehlen auf alle Fälle eine Packtasche dazu. Hält die Heckgarage sauber.
- Faltbare Teleskopleiter: Wir haben eine Carbest Escall Leiter gekauft, die sich schon mehrmals bewährt hat. Sowohl bei der Reinigung des Daches als auch z.B. beim Entfernen von störenden Ästen und dergleichen.
- Starterkabel
- Kraftstoffkanister (5l)
- Stromkabel wie bereits unter Strom/Gas beschrieben
- Stecker Adapter CEE wie bereits unter Strom/Gas beschrieben
- Insektenstecker
- Chemie für die Toilette
- Toilettenpapier
- Wasserschlauch
- Schlauchadapter/ Wasserdieb
- Gießkanne
- Plane und Warntafel für Fahrradhalter
- Spanngurte und Seile
- Panzertape
- WD 40 Spray
- Klappspaten
- Hammer
- Ersatzsicherungen
- Kehrbesen und Schaufel
Ich finde Deine Tipps ganz toll, muss mir noch Deine Berichte genau durchsehen, danke
Roman
Hallo Roman! Vielen Dank für Dein
Feedback. Viel Spaß beim Lesen der
Reiseberichte.